Verein „Initiative zur Gründung eines Naturparkes Fünfseenland e.V.“

www.naturparkinitiative.de

Pressemitteilung:                        18.1.2011

Mannschaftsspiel statt Solistenauftritte
- Wir brauchen den Naturpark -

Seit der Plan eines Fünfseen-Naturparks von der Agenda  des Starnberger Kreistags verschwunden ist, haben Verwaltung und politische Gremien dem Fünfseenland eine Vielzahl  plakativer Wortschöpfungen und Logos zugeschrieben sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen entfaltet, um  im Wettbewerb der Regionen eine bessere Position zu erlangen:

- „Erlebnisregion” (Tourismusverband Starnberg),
- „Genussregion” (CSU-Fraktion im Kreistag),
- „Klimaregion Fünfseenland” (Kreistag),
- „Vorzeigeregion”;

All diese Attribute wecken zwar blumige Vorstellungen, jedoch fehlt ihnen ein definierter Inhalt.
Anders das Prädikat „Naturpark”, das auf gesetzlicher Grundlage - ähnlich wie der Zusatz „Bad” zum Namen eines Kurorts - verliehen wird und  präzise eine Region beschreibt, in der der Lebensraum der Menschen unter  Berücksichtigung des Schutzes der Natur- und Kulturlandschaften in vorbildlicher Weise für Bewohner und Gäste gestaltet und entwickelt wird.

Der personelle Aufwand und die organisatorischen Anstrengungen sind beachtlich:

     Es gibt eine Regionalmanagerin;
     das Landratsamt hat letztes Jahr ein Fahrradwegekonzept vorgestellt, das schon seit 10 Jahren in Planung war;
     eine „Gesellschaft zur Förderung der Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung” mit einem Mitarbeiter wurde gegründet,
     der Tourismusverband hat einen Nordic-Walking-Park entworfen;
     ein Landschaftspflegekonzept wurde von der Unteren Naturschutzbehörde entwickelt; für die Realisierung wurde zunächst die Stelle eines  Mitarbeiters geschaffen;
     als „Lockvogel für mehr Urlauber” (Zitat Merkur) hat der Tourismusverband dem Kreistag   ein Kultur-Konzept vorgeschlagen, das einen Kulturmanager vorsieht.

Alle diese Aktivitäten ließen sich mit beträchtlichem Synergie-Effekt und mit Einsparungen an Kosten und Personal zusammenfassen. Das zeigt das Beispiel des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder, eines der über 100 Naturparke in Deutschland. Hier koordinieren ein hauptamtlicher Geschäftsführer und eine Teilzeitkraft die gesamte Naturparkverwaltung. Der Naturpark Augsburg- Westliche Wälder ist keine zusätzliche „Behörde”; Er bündelt die Arbeit für Tourismus, Landschaftspflege, Umweltbildung, Land– und Forstwirtschaft, und noch vieles mehr und kümmert sich um  die Öffentlichkeitsarbeit. Hauptnutznießer sind die Bewohner und die Erholungssuchenden aus dem Ballungsraum Augsburg

Für die in Frage kommenden Gebiete der Landkreise um die fünf Seen hieße das:
Statt vieler Worte und kostspieliger Einzelaktionen sollte endlich ein großer Schritt gemacht werden: Gemeinsam die Gründung eines Naturparkes in der Region der fünf Seen zu beschließen. Aus den oben genannten Einzelplänen und Konzepten könnte sich schon der vorgeschriebene Pflege-  u. Entwicklungsplan ergeben, der die Grundlage für der Gründung des Trägervereins eine jeden Naturparks ist. Die übrigen gesetzlichen Vorgaben für einen Naturpark sind längst erfüllt; es muss kein einziger Hektar Fläche zusätzlich unter Natur- oder Landschaftsschutz gestellt werden.
Mit anderen Worten:
Mannschaftsspiel statt Solistengerangel- ein konsequenter Schritt statt vieler Einzelaktionen.
Kreistage, -verwaltungen und die Gemeinden müssten nur noch ein wenig Mut und politische Entschlußkraft aufbringen – Bewohner, Gäste und unsere Umwelt würden es ihnen danken.

 

Pressemitteilung:                        18.1.2010
Stadt Fürstenfeldbruck unterstützt Naturparkinitiative

Die Kreisstadt Fürstenfeldbruck ist zum 1. Januar 2010 dem Verein „Initiative zur Gründung eines Naturparks im Fünfseenland e.V” beigetreten. Der Verein wirbt für die Gründung eines Naturparks im Fünfseenland, dem auch zumindest Teile des Landkreises Fürstenfeldbruck angehören sollten.
Ein Naturpark hat nach dem Gesetz das Ziel, Schutz von Natur und Landschaft mit ihrer nachhaltigen Nutzung in Einklang zu bringen. Naturparke sollen sich zu Vorbildlandschaften entwickeln, in denen Mensch und Natur sich erholen können. Das Fünfseenland erfüllt alle gesetzlichen Vorgaben für die Erteilung des Gütesiegels „Naturpark”, das mit keinerlei Auflagen oder Einschränkungen für Landwirtschaft, Gewerbe und Entwicklung der Kommunen über die ohnehin geltenden Gesetze hinaus verbunden ist.
In Bayern gibt es gegenwärtig 18, in Deutschland ca 100 Naturparke, die rund ein Viertel der Landesfläche umfassen - im südlichen Oberbayern jedoch noch keinen einzigen.

Siegfried Kistler, Schriftführer


Pressemitteilung:                             4.12.2009
Wirtschaftsförderung und Naturparkinitiative im Gespräch

Um die Chancen der Verwirklichung eines künftigen Naturparks - Fünfseenland auszuloten, trafen sich im Landratsamt Starnberg der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Starnberg, Christoph Winkelkötter, und die neue Regionalmanagerin Verena Papke mit dem Vorstand des Initiativvereins „Naturpark Fünfseenland" zu einem Gedankenaustausch. Obwohl beide Seiten zunächst die unterschiedlichen Aufgabenstellungen darlegten, ergaben sich doch ähnliche Ziele: Beide Seiten verstehen sich als "Vernetzer",  die die unterschiedlichen Akteure in der Region zusammenbringen wollen. Die Wirtschaftsförderung sieht ihre hauptsächliche Aufgabe in der Bereitstellung der Strukturen für weitere Gewerbeansiedlungen im Landkreis, während die Freunde eines Naturparks die "weichen Standortfaktoren" im Blick haben, also die Attraktivität des landschaftlichen Umfeldes sichern und weiterentwickeln wollen. Die Wirtschaftsförderung wolle sich nicht in die Politik einmischen, so Winkelkötter, die der Einrichtung eines Naturparks zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ablehnend gegenübersteht. Dies will die Naturparkinitiative in absehbarer Zeit ändern; sie wies deshalb auf mögliche gemeinsame Projekte hin, bei denen Wirtschaft und Umwelt profitieren können, wie Tourismus, Gastronomie und den landschaftsverträglichen Ausbau neuer Gewerbegebiete.

Siegfried Kistler, Schriftführer

 

Presseinformation:               18.07.2009
Naturpark und Leitbild der Gemeinde Weßling

Die Gemeinde Weßling hat die Errichtung eines Naturparks Fünfseenland in ihr Leitbild aufgenommen, das im Jahr 2004 beschlossen wurde.
Die sog. „Lenkungsgruppe”, bestehend aus Bürgern, die an der Entwicklung des Leitbilds beteiligt waren, und Vertretern der Gemeinde mit Bürgermeister Muther trafen sich am 23.06.2009, um den Aktionsplan zu beraten, mit dem Ziele des Leitbilds verwirklicht werden sollen.
In der Fortschreibung dieses Aktionsplans steht  - neben Maßnahmen zur Verbesserung des Ortsbildes und der Verkehrssituation sowie der Schulhausfrage - das Projekt Naturpark wieder ganz vorne.

Ein erster Schritt zu diesem Ziel war die Gründung des „Initiativvereins Naturpark Fünfseenland” im Jahr 2008. Jetzt lädt der Verein zu seiner ersten Mitgliederversammlung am 27.06.2009, 20.00 Uhr, im Pfarrstadel Weßling ein. Auf der Tagesordnung stehen Neuwahlen zum Vorstand, die Finanzen des Vereins, die Vorstellung des neuen Informations-Faltblatts und Termine. Gäste sind herzlich willkommen. 

Siegfried Kistler



Presse-Mitteilung


8. Dezember 2008

Vorstände legen Amt nieder

Dialog mit der Landwirtschaft geht weiter

 

Die beiden Landwirte Sieglinde Wastian und Bernhard Högner haben ihre Ämter im Vorstand des Vereins „Initiative zur Gründung eines Naturparkes Fünfseenland“ mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Sie sahen ihr Interesse als Landwirte, die Gründung eines Naturparkes zu verhindern nicht mehr zu vereinbaren mit dem Vereinsziel, die Gründung eines Naturparkes im Fünfseenland zu fördern.

 

Bei Gründung des Vereins am 1. Juli 2008 waren die Oberpfaffenhofener Landwirtin und CSU-Gemeinderätin Sieglinde Wastian als dritte Vorsitzende, der Unterbrunner Landwirt Bernhard Högner als Beisitzer gewählt worden.

 

Die Vorstandschaft bedauert diesen Schritt zutiefst, da dem Verein an einer direkten Einbindung der Landwirtschaft bereits in die Gründungsphase des Naturparkes sehr gelegen ist.

 

Der Verein will die Gründung eines Naturparkes im Fünfseenland anstoßen und die Diskussion darum fördern. Zur Gründung des eigentlichen Naturparkes braucht es aber einen Trägerverein, in dem meist Landratsamt, Gemeinden und Verbände, üblicherweise auch der Landwirtschaft sitzen. Der Initiativ-Verein wird darum weiterhin den Dialog mit der Landwirtschaft suchen.

 

Naturparke sind Regionen, in denen sich Mensch und Natur erholen können. Sie tragen dazu bei, besonders reiche Natur-und Kulturlandschaften zu pflegen, die regionale Identität zu fördern, das kulturelle Erbe zu bewahren, regionale Produkte zu vermarkten sowie Tourismus umweltverträglich zu gestalten. In Deutschland gibt es rund hundert Naturparke, aber noch keinen im südlichen Oberbayern.

 

Ansprechpartner:

1. Vorsitzende

Konni v. Rebay